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Wikipedia-Richtigstellung:
Die tatsächlichen Fakten zu Sascha Herr

Einleitung

Im aktuellen Wikipedia-Artikel über Sascha Herr finden sich mehrere Passagen, die wichtige Zusammenhänge unvollständig oder irreführend wiedergeben. Einzelne Formulierungen erwecken einen falschen Gesamteindruck über biografische Stationen, politische Entwicklungen und öffentlich diskutierte Ereignisse.

Ziel dieser Seite ist es, eine faktenbasierte, sachliche und juristisch korrekte Darstellung zu liefern, die den tatsächlichen Ablauf der Ereignisse wiedergibt. Alle hier dargestellten Informationen beruhen auf öffentlich zugänglichen Quellen, parlamentarischen Dokumenten, Presseberichten sowie eigenen Angaben.

Diese Seite dient sowohl der Aufklärung über fehlerhafte Darstellungen bei Wikipedia als auch als Basis für eine sachgerechte Überarbeitung des entsprechenden Artikels.

Falsche oder irreführende Darstellungen

im Wikipedia-Artikel

Im Folgenden werden zentrale Passagen und Aussagen aufgeführt, die im Wikipedia-Artikel über Sascha Herr fehlerhaft, verkürzt oder sachlich falsch sind – inklusive der sachlichen Korrekturen:

1. Behauptung: „Langjährige Kontakte in die militante rechtsextreme Szene“

Diese Formulierung ist inhaltlich falsch und verzerrend. Zu keiner Zeit bestanden Kontakte zu einer organisierten rechtsextremen Struktur, Szene oder Gruppierung.
Tatsächlich beschränkten sich die bekannten Vorgänge auf zwei einzelne, voneinander unabhängige Situationen und betrafen ausschließlich den Kontakt zu Einzelpersonen. Eine kontinuierliche Kommunikation, ideologische Nähe oder aktive Beteiligung an einer Szene hat es nicht gegeben.

2. Behauptung: „Besuche mehrerer Konzerte rechtsextremer Bands“

Wikipedia vermittelt den Eindruck einer wiederkehrenden Teilnahme an entsprechenden Veranstaltungen. Tatsächlich steht ein einziger Aufenthalt 2016 im Raum, der im Rahmen einer privaten Reise stattfand, sowie ein Besuch einer Kundgebung 2017, bei der Herr als politisch interessierter Beobachter anwesend war.
Es handelte sich nicht um regelmäßige Teilnahmen oder eine aktive Szenezugehörigkeit.

3. Behauptung: „Foto mit führendem Mitglied der verbotenen Gruppe Combat 18“

Die Wikipedia-Darstellung unterschlägt wesentliche Fakten: Herr kannte die Identität der Person nicht, sie wurde in späteren Ermittlungsverfahren nicht angeklagt, und das betreffende Foto wurde ohne Herrs Zustimmung auf Social Media veröffentlicht.
Die Behauptung einer bewussten Verbindung zu einer verbotenen Organisation ist damit sachlich nicht haltbar.

4. Behauptung: „Nichtaufnahme in die AfD-Fraktion wegen rechtsextremer Kontakte“

Die Entscheidung der Fraktion beruhte nicht auf tatsächlichen Kontakten, sondern auf der Sorge um einen möglichen Reputationsschaden, der durch die öffentliche Berichterstattung entstanden war.
Innerhalb der Partei war bekannt, dass keine dauerhaften oder ideologischen Verbindungen zu extremistischen Strukturen bestanden.

5. Behauptung: „Parteiausschlussverfahren stand im Raum“

Vor der Kommunalwahl 2021 stand im Zusammenhang mit den Vorgängen aus 2016 und 2017 kein Parteiausschlussverfahren zur Debatte; die Sachverhalte waren offengelegt und wurden akzeptiert. Erst nach der Landtagswahl 2023 kündigte der Landesvorstand an, mögliche parteirechtliche Schritte zu prüfen; in diesem Zusammenhang wurde ein Parteiausschlussverfahren in Erwägung gezogen.

👉 Kernfazit: Viele der bei Wikipedia wiedergegebenen Formulierungen erzeugen durch ihre Wortwahl und Kontextsetzung ein falsches Gesamtbild, das mit den tatsächlichen Abläufen nicht übereinstimmt. Vor allem der Begriff „Szene“ ist irreführend, da er eine bewusste, ideologisch motivierte und kontinuierliche Einbindung suggeriert, die es nie gegeben hat. Die bekannten Vorgänge bezogen sich stets auf punktuelle Kontakte zu Einzelpersonen – nicht auf Mitgliedschaften, Netzwerke oder ideologische Nähe.

Biografische Darstellung und politischer Werdegang – so wie sie bei Wikipedia stehen sollten

🧰 Beruflicher Hintergrund und kommunalpolitischer Einstieg

Sascha Herr absolvierte eine Ausbildung im Fleischerhandwerk und legte erfolgreich die Meisterprüfung ab. Er lebt in Oberreifenberg, einem Ortsteil von Schmitten im Taunus, ist verwitwet und Vater von zwei Kindern. Herr war Mitglied der AfD und stellvertretender Kreisvorsitzender der AfD im Hochtaunuskreis.

Bei der Kommunalwahl in Hessen 2021 wurde er als einziges Mitglied der AfD in die Gemeindevertretung der Gemeinde Schmitten gewählt. Zusätzlich erhielt er ein Mandat im Kreistag. Beruflich war er nach der Kommunalwahl als Referent der AfD-Fraktion der Stadtverordnetenversammlung Wiesbaden tätig.

🗳️ Landtagswahl 2023 und Austritt aus der AfD

Bei der Landtagswahl in Hessen 2023 wurde Herr in den Hessischen Landtag gewählt. Kurz nach der Wahl beschloss die AfD-Landtagsfraktion, ihn nicht in ihre Reihen aufzunehmen. Parallel dazu kündigte der Landesvorstand an, mögliche parteirechtliche Schritte zu prüfen.

Herr entschied daraufhin, seine Mitgliedschaft in der AfD zu beenden. Seine Austrittserklärung datiert vom 18. Oktober 2023 und wurde von der Partei zum 19. Oktober 2023 bestätigt. Er kündigte an, sein Mandat im Landtag als fraktionsloser Abgeordneter wahrzunehmen und legte seine kommunalen Mandate nieder.

📸 Öffentlich diskutierte Vorgänge und deren tatsächlicher Kontext

Vor Herrs Eintritt in die AfD im Jahr 2019 gab es zwei bekannte Berührungspunkte mit Veranstaltungen aus dem rechtsextremen Spektrum:

  • 2016 war Herr Teil einer Reisegruppe, von der er sich bereits im Vorfeld in Schaffhausen bei den Rheinfällen trennte. Während die übrigen Teilnehmer zu einer Veranstaltung weiterreisten, begab er sich nach Konstanz, ohne an einem Konzert teilzunehmen oder dessen Ort zu kennen.

  • 2017 besuchte Herr als politisch interessierter Beobachter eine öffentlich zugängliche Kundgebung in Themar. Das im Anschluss daran beginnende Konzert verließ er bereits zu Beginn der Musikdarbietungen wieder.

Während eines privaten Urlaubsaufenthalts im Jahr 2023 traf Herr sich mit einem Bekannten, dessen Reise sich zeitlich mit seiner überschnitten hatte. Dieser brachte eine weitere Person mit, mit der Herr fotografiert wurde. Medienberichten zufolge soll diese Person Verbindungen zur später verbotenen Gruppierung Combat 18 gehabt haben. Sie wurde jedoch in einem Ermittlungsverfahren nicht angeklagt; laut Presseberichten blieben die Gründe für eine Zustellung des Verbotsbescheids gegen sie unklar. Das Foto wurde ohne Herrs Zustimmung über soziale Netzwerke veröffentlicht und später von Medien aufgegriffen.

Im Umfeld der Kundgebung in Themar 2017 tauschte Herr Kleidungsstücke, nachdem ihm ein Teilnehmer vorgeschlagen hatte, dadurch weniger aufzufallen. Da er ursprünglich sehr bunt gekleidet war, hielt er es für sinnvoll, sich unauffälliger zu kleiden und „inkognito“ in der Menge aufzutreten. Dazu gehörten ein T-Shirt sowie eine Halskette mit einem Thorshammer-Anhänger, die rechtlich nicht beanstandet wurden.

Entgegen anderslautender Medienberichte bestanden zu keiner Zeit Kontakte zu einer organisierten Szene, einer strukturierten Gruppierung oder einer ideologisch ausgerichteten Organisation. Die bekannten Vorgänge beschränkten sich ausschließlich auf punktuelle Kontakte zu Einzelpersonen und waren weder kontinuierlich noch politisch motiviert.

🏛️ Reaktionen innerhalb der Partei und politische Konsequenzen

Die bekannten Vorgänge lagen zeitlich bereits vor der Kommunalwahl 2021. Der Kreisverband der AfD sah darin keinen Anlass für parteiinterne Maßnahmen. Herr hatte die relevanten Sachverhalte gegenüber dem Landesvorstand offengelegt, die daraufhin akzeptiert wurden.

Nach der Landtagswahl 2023 und der Entscheidung der Fraktion, Herr nicht aufzunehmen, kündigte der Landesvorstand an, mögliche parteirechtliche Schritte zu prüfen. Innerhalb der Partei war jedoch bekannt, dass keine dauerhaften Kontakte oder ideologischen Verbindungen zu extremistischen Strukturen bestanden. Der Kreisverband stellte sich nach dieser Entscheidung weiterhin hinter Herr.

❓ Häufig gestellte Fragen zu den Wikipedia-Darstellungen

Hatte Sascha Herr Kontakte zur rechtsextremen Szene?

Nein. Es gab zwei voneinander unabhängige Vorgänge vor seinem Eintritt in die AfD im Jahr 2019:

  • 2016 war Herr Teil einer Reisegruppe, von der er sich bereits im Vorfeld in Schaffhausen bei den Rheinfällen trennte. Während die übrigen Teilnehmer zu einer Veranstaltung weiterreisten, begab er sich nach Konstanz, ohne an einem Konzert teilzunehmen oder dessen Ort zu kennen.

  • 2017 besuchte Herr als politisch interessierter Beobachter eine öffentlich zugängliche Kundgebung in Themar. Das im Anschluss daran beginnende Konzert verließ er bereits zu Beginn der Musikdarbietungen wieder.

Diese beiden Situationen betrafen ausschließlich punktuelle Begegnungen mit Einzelpersonen und begründeten weder eine ideologische Nähe noch eine aktive Beteiligung oder eine dauerhafte Verbindung zu einer Szene. Eine kontinuierliche Kommunikation oder Mitgliedschaft in einer Organisation hat es nie gegeben.

Warum wurde Sascha Herr nicht in die AfD-Fraktion aufgenommen?

In der öffentlichen Berichterstattung wurde vielfach behauptet, die Entscheidung sei auf „langjährige Kontakte“ oder eine vermeintliche Nähe zur rechtsextremen Szene zurückzuführen. Diese Darstellung ist jedoch falsch. Innerhalb der Partei war bekannt, dass keine ideologischen oder dauerhaften Verbindungen bestanden.

Die Entscheidung der Fraktion beruhte ausschließlich auf der Sorge vor einem möglichen Reputationsschaden, der durch die mediale Diskussion um ein Foto aus dem Jahr 2023 entstanden war. Dieses zeigte Herrn mit einer Person, die von Behörden mit der verbotenen Gruppierung Combat 18 in Verbindung gebracht wurde – ohne dass Herr deren Identität kannte oder eine tatsächliche Verbindung bestand.

War die Person auf dem bekannten Foto ein führendes Mitglied von Combat 18?

Die betreffende Person wurde nach Medienangaben mit der Gruppierung Combat 18 in Verbindung gebracht, jedoch nicht angeklagt. Laut Presseberichten sind die Hintergründe einer Zustellung des Verbotsbescheids gegen sie bis heute unklar. Herr kannte die Identität dieser Person nicht und hatte zu ihr keine darüber hinausgehende Verbindung.

Gab es ein Parteiausschlussverfahren?

Im Zusammenhang mit den Ereignissen von 2016 und 2017 wurde ein Parteiausschlussverfahren nie in Betracht gezogen. Die Sachverhalte waren offengelegt und vor der Kommunalwahl 2021 bekannt. Erst nach der Landtagswahl 2023 kündigte der Landesvorstand an, mögliche parteirechtliche Schritte zu prüfen. In diesem Zusammenhang wurde ein Parteiausschlussverfahren in Erwägung gezogen, jedoch nicht eingeleitet.

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